In der fesselnden Netflix-Dokumentation „Unknown Number: The High School Catfish“ sticht eine bestimmte Szene als „seltsamster Teil“ hervor und löst unter den Zuschauern heftige Diskussionen aus. Unter der Regie von Skye Borgman befasst sich der Film mit einem erschütternden Vorfall, der sich im Oktober 2020 in Beal City, Michigan, ereignete, als die 13-jährige Lauryn Licari und ihr Freund Owen McKenney einem unerbittlichen Cyberstalker zum Opfer fielen.
Nachdem sie ein Jahr lang schreckliche Nachrichten ertragen musste, eskalierte die Cyber-Belästigung von grausamen Sticheleien über Lauryns Aussehen bis hin zu schockierenden Empfehlungen zur Selbstverletzung. Nach langwierigen und traumatischen Ermittlungen führte das FBI die Belästigung schließlich auf eine unerwartete Quelle zurück: Lauryns eigene Mutter, Kendra Licari. Die Dokumentation fängt den packenden Moment ein, als die Polizei Lauryn und Kendra diese niederschmetternde Nachricht überbringt.
Zuschauerreaktionen auf „Unbekannte Nummer“ verdeutlichen die Seltsamkeit der Situation

Diese Enthüllung löste unter den Zuschauern eine heftige Diskussion aus. Einige Beobachter bemerkten, dass Lauryn und ihr Vater Shawn angesichts der Schwere der Situation überraschend unbeeindruckt wirkten. Ein Forensiker hingegen bemerkte, dass Menschen oft unterschiedlich auf Traumata und Schocks reagieren, was von Außenstehenden missverstanden werden könne.
Auf Reddit begann eine prominente Diskussion, in der ein Benutzer bemerkte: „Das Merkwürdigste für mich war, als die Polizei zu Kendras Haus kam und sagte, sie hätten die IP-Adresse bis zu diesem Haus zurückverfolgt.“ Der Benutzer drückte weiterhin seine Verwirrung darüber aus, dass Lauryn beim Hören der Neuigkeit offensichtlich nicht schockiert war und dass sie es versäumt hatte, ihre Mutter mit dem Cybermobbing zu konfrontieren.
Darüber hinaus wies der Reddit-Nutzer darauf hin, dass Shawn sich mehr Sorgen um Kendras Beschäftigungszeit als um die beunruhigende Tatsache zu machen schien, dass seine Frau schwerem Cybermobbing ausgesetzt war. Sowohl Lauryn als auch Shawn könnten unter Schock gestanden haben, was zu distanzierten Reaktionen führte, die den Ernst der Lage möglicherweise nicht widerspiegelten. Die unklare Kommunikation der Polizei könnte ihre Verwirrung zusätzlich verstärkt haben.
Ein anderer Kommentator bemerkte: „Ich glaube, Lauryn konnte gar nicht begreifen, was sie da hörte. Selbst in späteren Interviews scheint sie das Trauma und den Verrat ihrer Mutter noch immer zu verarbeiten.“ Sie äußerten Bedenken hinsichtlich Lauryns langfristigem emotionalen Wohlbefinden und den Auswirkungen des manipulativen Verhaltens ihrer Mutter.

Zuschauer kritisierten auch das Vorgehen der Polizei während des Gesprächs mit Lauryn und Kendra. Viele waren erstaunt, dass die Beamten die beiden während der heiklen Aufklärung der Situation nicht trennten. Ein Zuschauer teilte mit: „Ich habe mir diesen Teil noch einmal angesehen, weil er ja nie etwas Direktes sagt.“
Die Aussage der Polizei war vage und erwähnte eher Stress und finanzielle Schwierigkeiten, als die konkrete Situation zu klären. Dies verwirrte die Beobachter. Einer fragte: „Warum haben sie Lauryn den Vorfall nicht klar und deutlich erklärt, ohne dass ihr Peiniger anwesend war?“ Auch der Mangel an Unterstützung, wie etwa Beratungsangeboten, für Lauryn in diesem kritischen Moment wurde bemängelt.

Die Kritik erstreckte sich auch auf die Entscheidung der Beamten, Lauryn in einer solchen Situation zurückzulassen, was viele als beunruhigend empfanden. Ein Zuschauer bemerkte: „Es war beunruhigend, eine so manipulative Person in einem so traumatischen Moment im selben Raum wie Lauryn zu sehen.“
„Unknown Number: The High School Catfish“ ist derzeit auf Netflix zum Streamen verfügbar. Wer sich für weitere True-Crime-Geschichten interessiert, kann sich die Komplexität des Jussie-Smollett-Falls, Amanda Knox‘ Gefängniserfahrung oder das Debütposter zu „ Monster: The Ed Gein Story“ ansehen.
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