Während die Vorfreude auf GTA 6 weiter wächst, hat ein faszinierender Aspekt die Aufmerksamkeit der Gaming-Community auf sich gezogen: die ausgefeilte Bewegungsphysik des Spiels. Dieses Detail hat dank Diskussionen, die vom ehemaligen Rockstar-Games-Animator Mike York angestoßen wurden, beträchtliche Beachtung gefunden.

York, der über umfangreiche Erfahrung mit GTA 5 und GTA Online verfügt, war kürzlich in einem Livestream mit dem YouTuber TGG zu sehen. Er erläuterte die komplexen Mechaniken der Physik, die im zweiten Trailer des Spiels gezeigt wurden, und hob dabei insbesondere die beliebte Szene mit der Spielfigur Lucia auf einer Bootsparty hervor.

Einblicke eines ehemaligen Rockstar-Entwicklers

Während des Livestreams lieferte York auf die Frage nach dem Realismus von Lucias Bewegungen wertvolle Einblicke in die technischen Aspekte der Animationen. Er erklärte, dass Rockstar wahrscheinlich eine robuste Knochenstruktur implementiert habe, anstatt sich ausschließlich auf traditionelle Stoffsimulationsmethoden zu verlassen.

Laut York kombiniert die moderne Charakterphysik typischerweise verschiedene Techniken. Die Ragdoll-Physik beispielsweise ermöglicht es Entwicklern, Körperteilen spezifische Gewichte und Geschwindigkeiten zuzuweisen, sodass die Engine deren Reaktionen während der Bewegung berechnen kann. Er ist jedoch der Ansicht, dass Rockstar bei Lucia noch einen Schritt weiter gegangen ist, indem die Animation des Charakters durch den Einfluss mehrerer Knochen verbessert wurde.

„Sie wollen genügend Knochen integrieren, um das Wackeln des Pos zu beeinflussen“, erklärte York und betonte, dass jeder Knochen eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie die Haut bei Bewegungen wie Gehen oder Drehen reagiert.„Wenn man an dieser Figur ziehen würde, könnte man sehen, wie stark sie wackelt“, fügte er hinzu.

Der Abschnitt mit diesen detaillierten Einblicken beginnt bei 0:49 im Livestream. Sie können ihn hier aufrufen:

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York erwähnte außerdem, dass mindestens ein Entwickler sich der Perfektionierung der Animation widmete, um „genau das richtige Maß an Bewegung“ zu erzielen. Er zog Parallelen zu einer ähnlichen Technik in Red Dead Redemption 2, wo knochenbasierte Animationen die Bewegungen der Kleidung maßgeblich beeinflussten und so eine realistische Stoffsimulation ermöglichten. Für GTA 6 vermutet er, dass Rockstar sowohl Knochensysteme als auch berechnete Stoffsimulationen gekonnt integriert – eine Kombination, die zweifellos zu der beeindruckenden Grafik im Trailer beiträgt.

Der anhaltende Hype um GTA 6

Die Diskussion um GTA 6 endet nicht mit York. Auch Obbe Vermeij, ehemaliger Entwickler bei Rockstar und technischer Direktor, hat sich zum Setting des kommenden Spiels geäußert.

Tresor Tower in GTA 6
Rockstar Games

Vermeij behauptet, Rockstar könnte sich auf amerikanische Städte beschränken, da ein europäisches Setting nicht authentisch genug wäre. Er spekulierte: „Sie werden wahrscheinlich New York wieder aufgreifen und vielleicht nach Los Angeles oder sogar Las Vegas zurückkehren.“ Seine Bemerkungen deuten auf einen möglichen Zyklus hin, in dem einige wenige amerikanische Stadtlandschaften immer wieder neu aufgegriffen werden.

Aktuell ist GTA 6 für den 19. November 2026 geplant. Den Trailern und diversen Leaks zufolge scheint Rockstars nächster Teil nicht nur die weitläufigen Welten zu erweitern, sondern auch die Feinheiten, die die Spieler fesseln, weiter auszubauen.

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