Der umstrittene Streamer Johnny Somali, dessen richtiger Name Ramsey Khalid Ismael ist, steht laut einem Rechtsexperten, der seinen Fall genau beobachtet, vor einer weiteren erheblichen rechtlichen Herausforderung, die zu einer obligatorischen Gefängnisstrafe führen könnte.

Seit seiner Ankunft in Südkorea im November 2024 ist Somalier mit zahlreichen rechtlichen Problemen konfrontiert worden. Zunächst wurde er wegen Behinderung der Geschäftstätigkeit angeklagt, da er sich während eines Live-Streamings in einem 7-Eleven störend verhalten hatte. Hinzu kamen zwei weitere Anklagepunkte nach dem Minor Crimes Act, die sich auf obszöne Handlungen wie einen toten Fisch in einem Bus und unangemessenes Verhalten in einer U-Bahn bezogen.

Johnny Somali vor einem südkoreanischen Gericht
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Die rechtlichen Probleme Somalias haben sich verschärft, und es zeichnet sich eine weitere Anklage wegen Wirtschaftsbehinderung ab. Ein Rechtsexperte namens „Legal Mindset“ weist darauf hin, dass weitere Komplikationen drohen könnten, darunter eine obligatorische Gefängnisstrafe.

Johnny Somalis rechtliche Probleme und mögliche Verurteilung

Am 27. März 2025 erläuterte der in Seoul ansässige Anwalt die Auswirkungen einer fünften Anklage, die nun ans Licht gekommen ist, und fügte sie offiziell in Somalis laufende Rechtsstreitigkeiten ein. Diese Anklage, so der Rechtsexperte, sieht eine „obligatorische Gefängnisstrafe ohne Möglichkeit einer Geldstrafe“ vor, was auf Somalis wahrscheinlich unvermeidliche Inhaftierung hindeutet.

Laut Legal Mindset bezieht sich die neue Anklage auf die Erstellung von KI-Deepfakes. In einem konkreten Fall produzierte Somali ein Deepfake mit dem beliebten koreanischen Streamer BongBong, das eine erfundene Liebesszene zwischen den beiden darstellte. Jüngste Gerichtsdokumente, die während seines Streams veröffentlicht wurden, enthüllten die Schwere der Vorwürfe und führten einen Verstoß gegen das „Sondergesetz über die Bestrafung usw.von Straftaten sexueller Gewalt (falsches Videomaterial usw.)“ an.

Legal Mindset stellte klar: „Dies fällt unter ein Sexualverbrechen“, und wies darauf hin, dass Somalier im Falle eines Schuldspruchs – unabhängig von einem Plädoyer – weltweit als Sexualstraftäter eingestuft würden.

Er erklärte weiter, dass diese Situation nach koreanischem Recht noch verschärft werde, da dort jede Darstellung, die sexuellen Handlungen wie Zungenküssen ähnelt, als Sexualdelikt gelte. Die unbefugte Verbreitung solcher KI-generierter Inhalte sei illegal; Somalis Vorgehen habe seine rechtlichen Probleme daher erheblich verschärft.

Johnny Somali hält einen Laptop hoch, auf dem ein Deepfake von ihm und einem anderen koreanischen Streamer beim Küssen zu sehen ist.

Die rechtlichen Konsequenzen reichen noch weiter, da das Streamen solcher Inhalte zu kommerziellen Zwecken zu einer Gefängnisstrafe von bis zu sieben Jahren führen kann, insbesondere da Somalier Plattformen wie Discord zur Verbreitung nutzen.

„Johnny Somali erhält eine erhöhte Strafe, weil er den Inhalt gestreamt hat“, bemerkte Legal Mindset und betonte den vorsätzlichen Charakter seiner Handlungen.

Derzeit bereitet sich Johnny Somali auf einen zweiten Gerichtstermin am 9. April vor, da er nichts von der zweiten Anklage wegen Behinderung der Geschäftstätigkeit wusste. Seine Situation wird durch die jüngsten Anklagen, die seinen Aufenthalt in Südkorea erheblich verlängern könnten, noch verschärft.

Trotz seiner rechtlichen Lage bekannte er sich bei einem Gerichtstermin in alkoholisiertem Zustand in der Öffentlichkeit am 7. März in der ersten Anklage wegen Behinderung der Geschäftstätigkeit und in den beiden Anklagepunkten des Minor Crimes Act schuldig.

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