Der bekannte Super Mario Bros.-Speedrunner Niftski steht kurz vor einem theoretisch fehlerfreien Durchlauf. Jüngste Berichte deuten jedoch darauf hin, dass seine Bemühungen von anderen Mitgliedern der Gaming-Community untergraben werden, insbesondere da diese versuchen, seine Bestzeiten zu übertreffen.
Mit großem Ehrgeiz kämpfen neun Spieler weltweit um den Titel des ultimativen Mario-Speedrunners. Den aktuellen Rekord hält der Spieler „ averge11 “, der das Spiel erst vor wenigen Monaten in unglaublichen vier Minuten, 54 Sekunden und 415 Millisekunden durchgespielt hat.
Niftski liegt dicht dahinter, nur 33 Millisekunden hinter dem Rekord. Doch anstatt sich nur auf die Spitzenposition zu konzentrieren, strebt Niftski auch nach theoretischer Perfektion im Spiel.
Konflikt mit dem aktuellen Rekordhalter
Niftskis Fokus auf das sogenannte Tool-Assisted Speedrun (TAS)-Tie beinhaltet die Verwendung von Software, um pixelgenaue Eingaben auszuführen. Dieser Ansatz hilft dabei, die absolut bestmögliche Leistung zu ermitteln, die ein Spieler erzielen könnte, wenn jede Aktion fehlerfrei ausgeführt würde. Niftskis Ziel ist es, diese theoretische Optimalleistung zu erreichen.
Bei dem Versuch, diesen nahezu unerreichbaren Speedrun zu schaffen, hat Niftski das sogenannte Input-Swapping angewendet – dabei wechseln die Spieler je nach Bedarf zwischen verschiedenen Eingabegeräten, von der Tastatur zum Controller, um die Genauigkeit auf den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu verbessern.
Das Thema Eingabetausch hat jedoch in der Speedrunning-Community heftige Debatten ausgelöst. Laut einem Bericht von Kotaku stimmten die Moderatoren von Speedrun.com im Oktober 2025 in einer ersten Abstimmung mit acht zu eins Stimmen für die Zulassung des Eingabetauschs.
Vier Monate später führten die Moderatoren eine zweite Abstimmung durch, die diesmal mit 14 zu 2 Stimmen zum Verbot des Input-Tauschs führte. In einem YouTube-Video mit einem ausführlichen Bericht deutete Niftski an, dass die Kehrtwende keine spontane Entscheidung gewesen sei, sondern von der Gruppe „averge11“ beeinflusst wurde.
„Die Diskussion über das Verbot des Eingabetauschs wurde in böser Absicht eingeleitet, mit dem klaren Ziel, meine Speedrun-Bemühungen zu behindern“, behauptete Niftski.
Sie bezeichneten die anschließende Abstimmung als eine „koordinierte Aktion von durchschnittlich11 und seinen Mitstreitern, die darauf abzielte, seinen Fortschritt hin zu einem Patt mit der TAS zu stören“.

Ein angeblicher Screenshot, der zeigt, wie Community-Mitglieder eine Abstimmung beeinflussen.
Während der umstrittenen zweiten Abstimmung soll averge11 Kontakt zu den Moderatoren aufgenommen und sich für ein vollständiges Verbot des Input-Swappings ausgesprochen haben. Berichten zufolge versuchte averge11 außerdem, den Abstimmungsprozess vorzeitig zu beenden, obwohl einige Moderatoren noch nicht abgestimmt hatten.
Nach Bekanntgabe des Ergebnisses kursierten private Nachrichten wie „Nie wieder Niftski“ auf einem Discord-Server, was Befürchtungen über Absprachen und Voreingenommenheit gegenüber Niftskis Bestrebungen aufkommen ließ.
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