Der YouTube-Influencer Marques Brownlee hat sich vehement gegen das Vertu Agent Q, ein Luxus-Smartphone zum Preis von über 5.000 US-Dollar, ausgesprochen. Obwohl es mit einem angeblich hochentwickelten, rund um die Uhr verfügbaren KI-Assistenten wirbt, empfand Brownlee die Funktion als mangelhaft und alles andere als benutzerfreundlich.
In der Beschreibung seines Videos vom 10. Januar 2026 riet Brownlee den Zuschauern eindringlich: „Kauft dieses Handy nicht und lasst euch nicht von den irreführenden Angaben auf der Website täuschen.“ Sein Testbericht konzentrierte sich auf die extravaganten Funktionen und den exorbitanten Preis dieses „Ultra-Luxus“-Geräts.
Brownlee analysierte die technischen Spezifikationen des Vertu Agent Q und meinte, dass allein aufgrund der Hardware ein angemessener Verkaufspreis zwischen 800 und 1.000 US-Dollar liegen sollte. Stattdessen kostete ihn das Smartphone sage und schreibe 5.380 US-Dollar, ohne Steuern und Versandkosten.
Kritik am KI-Assistenten
Nach mehrwöchigen, ausgiebigen Tests des Geräts räumte Brownlee ein, dass einige Funktionen tatsächlich besser seien als bei herkömmlichen Smartphones. Er lobte das Design des Telefons und bestimmte interne Komponenten, doch sein Optimismus schwand beim genaueren Hinsehen auf die beworbenen Fähigkeiten der Kamera.

Wie auf der Website von Vertu zu lesen ist, ist „Zeit der ultimative Luxus“, doch Brownlee warnte davor, Zeit oder Geld für dieses Modell zu verschwenden.
Das Problem trat besonders deutlich beim Testen der KI-Assistentenfunktion zutage. Ein spezieller roter Knopf aktiviert die Vertu Life App, die rund um die Uhr Unterstützung bei verschiedensten Anfragen verspricht, von Restaurantreservierungen bis hin zur Reiseplanung.
Brownlee bestellte zunächst mithilfe der KI ein T-Shirt über seine eigene Website, und der Vorgang schien reibungslos zu verlaufen. Der Assistent fragte nach seiner T-Shirt-Größe und der gewünschten Lieferadresse. Es traten jedoch Unstimmigkeiten auf, als die KI einen Preis von 20, 30 US-Dollar für ein T-Shirt nannte, das auf seiner Website mit 29 US-Dollar ausgezeichnet war.
Die KI wies ihn außerdem an, bis 10 Uhr Pekinger Zeit zu warten, um die Bestellung abzuschließen. Dieser Widerspruch ließ ihn zweifeln, ob er mit einem Menschen oder einer KI kommunizierte. Die Antwort „Es ist ein echter Mensch“ ließ sowohl inhaltlich als auch grammatikalisch zu wünschen übrig.
Brownlee tauchte tiefer in die Produktpalette von Vertu ein und entdeckte Luxusartikel wie Smartphones für 55.600 US-Dollar und sogar eine Zahnbürste für 370.000 US-Dollar. Er bemerkte, die Website wirke wie „KI-Müll“, vollgestopft mit Marketing-Floskeln ohne Substanz und Zusammenhang.
In einer Zeit, in der Premiumgeräte über Qualität und Wert konkurrieren, verdeutlicht Brownlees Kritik die Diskrepanz zwischen Luxusmarketing und tatsächlicher Produktleistung.
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